Blumige Schokolade als Do-it-yourself-Projekt


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Mmmh, Schokolade. Das sagen nicht nur Kinder. Die süße Verführung ist bei groß und klein beliebt, und der Genuss muss, in Maßen gehalten, nicht bereut werden. Schokolade als Geschenk mitzubringen, das macht immer Freude. Als kleine Gabe, wenn es ein kleines Mitbringsel sein soll, oder als liebevolle Zugabe, wenn etwas Größeres angebracht ist.

Es gibt schon eine ganze Menge Sorten. Von richtig süß bis ziemlich herb ist für jeden Geschmack gesorgt. Doch wenn man eine ganz individuelle Note in den Schokoladenvorrat bringen will, dann heißt es Selbermachen. Dabei braucht es nicht bei herkömmlichen Variationen zu bleiben. Für den echten Schoko-Fan greift man gleich zur raffinierten Mischung. Die verbindet guten Geschmack mit floralem Zubehör. Kann man das noch toppen? Höchstens mit einer richtig scharfen Note. Aber eins nach dem anderen.

Beginnen wir mit dem Grundrezept für diejenigen. Mischen Sie 200 Gramm Milchpulver und 50 Gramm hochwertigen Kakao (Pulver). Lassen Sie 50 Gramm Margarine per Wasserbad zerschmelzen und rühren Sie das Gemenge gleichmäßig und nicht zu schnell ein, sodass eine glatte Masse entsteht. Nun wird ein Viertel Liter süße Sahne untergerührt. Vom Herd nehmen und nach einer Abkühlphase (auf ca. 50°) 100 Gramm Honig zufügen. Jetzt das Highlight nicht vergessen! Solange die frisch gewonnene Köstlichkeit noch flüssig ist, werden Blüten eingerührt. Dann wird das Ganze in Formen gegossen, um Tafeln oder kleinere Teilchen wie Pralinen daraus zu machen. Alles gut erkalten lassen – fertig!

Welche Blüten sind denn geeignet? Wie so oft gilt auch hier, dass erlaubt ist, was gefällt. Nur essbar müssen sie sein. Es gibt viele Mischungen auf dem Markt. Man kann ganz nach Farbgeschmack auswählen. Sollen sich rote oder blaue Farbtupfer durch die dunkle Schnökermasse ziehen? Zum Beispiel gibt es die Blüten der Kornblume in beiden Farben. Oder bringen farbenfrohe Flecken mehr Spaß? Dann macht’s die bunte Mischung.

Natürlich wird spätestens hier der Ehrgeiz der Gartenbesitzer geweckt. Denn was ginge als Zutat schon über selbst gepflückte und getrocknete Blüten! Wenn es die ideale, einzigartige Zutat gibt, dann kommt sie aus dem eigenen Beet. Wunderbare Kandidaten dafür sind die stolze Rose, der rustikale Holunder, die bildhübsche, vielseitige Geranie und das viel zu bescheidene Gänseblümchen.

Übrigens: Zu den jeweiligen Blütezeiten kann der fleißige Gärtner seine kleine Schokoladenmanufaktur auch für eigene Zwecke verwenden. Er pflückt den frischen Flor. Die Schokolade gießt er nicht in Form, sondern streicht sie auf einem mit Papier ausgelegten Blech glatt. Mit den knackigen Blüten verzieren und kalt stellen, aber auch zeitnah servieren. Familie und Gäste werden nicht schlecht staunen!

Doch zurück zur Produktion als Geschenk. Für eine Alternative benötigt man ein Viertel Kilo Kokosfett, das man schmelzen lässt. Da hinein werden Vanillenschotenmark (eine Schote genügt), 100 Gramm Kakao (Pulver) und 200 Gramm Puderzucker gerührt. Das ist die Basis. Die individuellen Zutaten kommen nach Geschmack hinzu. Wiederum stehen die vielen Variationen von essbaren Blüten bereit. Ein ganz besonderer Pfiff aber verhilft dem Feinschmecker zu einer hinreißenden Gaumenfreude. Rühren Sie Chili oder rosafarbenen Pfeffer in die Schokoladenmasse ein! Natürlich unbedingt abschmecken, denn es soll ja einen Hauch von Schärfe bekommen und niemandem den Atem rauben. Weitere Alternativen sind Mandelblättchen, Kerne (Sonnenblumen oder auch Kürbis), Zimt oder ein kleiner Schuss Alkohol in Gestalt von Marzipanlikör oder Rum. Einiges lässt sich natürlich auch kombinieren, doch das sollte sich in Grenzen halten. In der Beschränkung liegt auch hier der Meister.

Zum Schluss noch eine einfache und trotzdem sehr schmackhafte Anleitung. Eine Tasse Kakaobutter schmelzen, eine Tasse Bio-Kakaopulver, eine halbe Tasse Honig und einen Teelöffel Aroma nach Geschmack hinzufügen und alles gut verrühren. Weniger Honig macht das schokoladige Ergebnis weniger süß, Richtung Bitterschokolade. Nun kommt als Letztes das Highlight. Lavendelblüten sind die raffinierte Ergänzung! Darf’s etwas mehr sein? Dann noch Malvenblüten draufgeben. Natürlich gibt es noch eine Variation: Auch getrocknete Beeren werden zum himmlischen Begleiter. Und nun viel Spaß bei der Zubereitung und vor allem beim Verschenken! Ein glückliches Lächeln erwartet Sie!


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