Checkliste Fenstertausch: Auf welchem energetischen Stand sind meine Fenster?


0

Ist es Zeit für einen Fenstertausch? Mit unseren Checklisten können Sie feststellen, auf welchem energetischen Stand Ihre Fenster sind. Sie helfen auch bei der Vorbereitung des Gesprächs mit dem Fachhandwerker.

Das erfahren Sie in diesem Artikel:


  1. Wärmeschutz


  2. Schallschutz, Lärmschutz


  3. Sicherheit


  4. Technisches Niveau


  5. Checkliste zum Download

Wärmeschutz

Bei der Modernisierung von Altbauten werden die alten Fenster häufig durch neue, energieeffizientere Fenster ersetzt. Ein guter Wärmeschutz kann nur erreicht werden, wenn sowohl Dach, Fassade und Fenster ausreichend und lückenlos gedämmt sind und somit Wärmebrücken in der Gebäudehülle konsequent vermieden werden.

Überprüfen Sie den energetischen Standard Ihrer Fenster anhand folgender Leitfragen:

  • Wurden Ihre Fenster vor 1995 eingebaut?
  • Haben Sie ein denkmalgeschütztes Haus?
  • Aus welchem Material bestehen die Fensterrahmen? Kunststoff, Aluminium oder Holz?
  • Welche Verglasung haben Ihre Fenster? 1-fach, 2-fach oder 3-fach?
  • Spüren Sie trotz geschlossener Fenster einen Luftzug?
  • Haben Sie bereits Bilder mit einer Wärmebildkamera von Ihrem Haus/Ihrer Wohnung anfertigen lassen?
  • Welche Rollladenkästen bzw. Klappläden hat Ihr Haus? Eingebaute Rolladenkästen, aufgesetzte Rolladenkästen oder Schiebe-Klappläden?
  • Haben Sie sich bereits über die Möglichkeiten von staatlichen Förderungen für den Einbau neuer Fenster informiert?

Fast alle der hier genannten Punkte sind gleichzeitig wichtig für den Schallschutz. Denn schlechte Dämmung bedeutet immer auch mangelhaften Schallschutz.

Checkliste energetische Sanierung: Auf diese Punkte sollten Sie beim Einbau neuer Fenster achten

  • Beim Glas gibt der g-Wert den Energiegewinn an. Er kennzeichnet den Grad des Energiedurchlasses einer Verglasung und damit die Menge an Sonnenlicht, die durch das Fensterglas dringt. Der g-Wert sollte also möglichst hoch sein. Ein g-Wert bei 0,6 bedeutet beispielsweise, dass 60 Prozent der Sonnenenergie durch das Fenster kommt − ein guter Wert.
  • Dagegen steht der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) für den Energieverlust. Er gibt an, wie viel Wärmeenergie durch ein Fenster ausströmt. Je kleiner der U-Wert, desto weniger Wärme geht aus einem beheizten Gebäude verloren. Der U-Wert sollte also möglichst niedrig sein. Bei der Auswahl neuer Fenster sollten Sie auf einen U-Wert von unter 1,5 W/m²K Wert legen. Diese Qualität stellt einen hohen Stand der Technik im Wohnbereich dar.
  • Um Energie zu sparen, sollten die Fenster grundsätzlich möglichst wenig Wärme hinaus lassen und luftdicht schließen.
  • Die Wärmedämmung hängt zu einem Drittel vom Rahmen ab. Um mit der gesamten Fensterkonstruktion optimal Energie zu sparen, sollten seine Wärmedämmwerte ähnlich niedrig ausfallen wie die der Glasscheiben.

Schallschutz, Lärmschutz

Entspannter Schlaf mit neuen Fenstern: Hohe Sicherheitsstandards und ein guter Schallschutz gehören zum Anforderungsprofil beim Fenstertausch.
Foto: Internorm

Ein moderner Rollladen, winters über Nacht regelmäßig geschlossen, senkt den Heizverbrauch spürbar. Die relativ geringe Zusatzinvestition verbessert nicht nur Wärme- und Schalldämmung, sondern erhöht auch den Licht- und Sichtschutz. Den preiswertesten Schallschutz bieten die Lamellen des herabgelassenen Rollladens. Die Masse eines normalen Rollladens, je nach Profil vier bis fünf Kilo pro Quadratmeter, dämpft den Schall erheblich.

  • Die Schallschutzklassen I bis VI beschreiben die Anforderungen unterschiedlicher Wohnsituationen – von der ruhigen Wohnstraße bis zur Hauptverkehrsstraße. Wissen Sie, ob Ihr Fenster die Schallschutzklasse für Ihr Wohnumfeld erfüllt?
  • Sind einige Fenster so ausgerichtet, dass sie einen hohen Lärmpegel (z. B. Bahn oder Bundesstraße mit Schwerlastverkehr) abfangen müssen?
  • Sind einige Fenster so ausgerichtet, dass sie einen mittleren Lärmpegel (Straßenlärm) abfangen müssen?
  • Hören Sie durch die geschlossenen Fenster den Straßenverkehr unangenehm laut?
  • Wurde in Ihren Wohnräumen bereits der Lärmpegel gemessen?
  • Gibt es in Ihrer Umgebung Schallschutzmaßnahmen an Straßen und anderen Verkehrswegen oder sind solche Maßnahmen geplant?

Checkliste energetische Sanierung: Auf diese Punkte sollten Sie beim Einbau neuer Rolläden achten

  • Ältere Rollladenkästen verlieren sehr viel Wärme, da sie zum Raum hin oft nur mit einer ungedämmten Platte aus Holz oder Metall verschlossen sind, dem Revisionsdeckel. Achten Sie auf eine raumseitig geschlossene Dämmung des Rolladenkastens. Dabei entfällt der Revisionsdeckel im Innenbereich. Montage und Reparatur des Rollladens erfolgen von außen.
  • Achten Sie auf einen luftdichten Einbau. Eine nur wenige Millimeter breite Fuge kann die Dämmwirkung der Gebäudehülle um bis zu 65 Prozent verringern. Über den Schlitz für das Gurtband des Rollladens wird beispielsweise viel Energie verschwendet. Dabei gibt es wärmegedämmte Gurtführungen, die die Wärmeverluste fast auf Null zurückführen.

Sicherheit

  • Haben Sie bereits mechanische Sicherungsprodukte zum Einbruchschutz installiert? Wurden diese von einem qualifizierten Fensterfachbetrieb montiert?
  • Haben Sie Ihr Haus bzw. Ihre Türen und Fenster durch eine Einbruchmeldeanlage gesichert?
  • Haben die Beschläge Ihrer Fenster zusätzliche Sicherungen gegen Aufhebeln?
  • Haben Sie Zusatzschlösser an den Fenstergriffen?
  • Lassen sich Ihre Rollläden einfach von außen hochschieben?

Checkliste Sicherheitstechnik: Auf diese Punkte sollten Sie achten

  • Die Funktion aller Beschläge sollte regelmäßig geprüft werden. Schließen Sie beim Kauf neuer Fenster am besten einen Wartungsvertrag mit Ihrem Fachbetrieb ab.
  • Auf funktionelle Weise werden Fenster und Terrassentüren mit einem funkgesteuerten Überwachungssystem gegen Einbrecher gesichert. Die in Beschlag und Fensterfalz eingebauten Kontakte kommunizieren kabellos mit einer Funkempfangseinheit, die in einer Steckdose steckt.
  • Mehr Tipps zur richtigen Sicherheitstechnik: Das einbruchsichere Fenster »

Technisches Niveau

  • Wo sollen die neuen Fenster eingebaut werden? In der Wohnung, in Nebenräumen, im Keller oder der Garage?
  • Wie ist der Lärmpegel/Verkehrslärm in Ihrer Umgebung? Eher hoch, mittel oder niedrig?
  • Welchen Energiestandard sollen die Fenster bieten? Wünschen Sie eine 2- oder 3-fach-Verglasung?
  • Welche Sicherheitsaspekte sollen die Fenster bieten? Denkbar wären beispielsweise abschließbare Fenstergriffe, Sicherheitsbeschläge, Vorsatzgitter oder ein spezieller Einbruchsschutz.
  • Welche Farbe bzw. Oberfläche sollen die Fenster bekommen? Weiß, Holz(-dekor) oder eine andere Farbe?
  • Wie sollen die Fenster ausgeführt werden? Als Dreh-Kipp-Fenster, Schiebefenster oder als Festverglasung?
  • Welche Ausstattung wünschen Sie? Möchten Sie beispielsweise Sprossenfenster haben oder wollen Ihre Fenster ergänzen mit Klappläden, Raffstores, Insektenschutzgitter oder Lüftungssystem?
  • In welcher Etage werden die Fenster eingebaut?

Checkliste zum Download

Die komplette Checkliste zum Ausdrucken als PDF gibt es hier zum Herunterladen

Quelle der Checkliste ist „Der große Renovierungsratgeber“, herausgegeben von der Firma Kömmerling. Der 95 Seiten umfassende Ratgeber ist erhältlich über www.renovierungs-ratgeber.de.

Fördergelder nutzen: Geld sparen beim Fenstertausch

Noch nie wurden energetische Sanierungen so großzügig vom Staat bezuschusst:


Like it? Share with your friends!

0